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Buch und Regie: Robert Rodriguez

im Verleih von Senator
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Planet Terror
Senator Filmvereih
Als Robert Rodriguez vor einigen Jahren begann, die ersten Ideen zu PLANET TERROR niederzuschreiben, wollte er ein totes Genre wiederbeleben. Das visionäre Allround-Talent ist ein großer Fan von Zombie- und Horrorfilmen „Es hatte schon so lange niemand mehr einen Zombiefilm gedreht“, gibt Rodriguez als Motivation für PLANET TERROR an. Der Ausnahmeregisseur hatte immer den Anspruch, den Zombiefilm zu erweitern und ihn mit modernen Elementen zu erzählen. Ihm schwebte ein Film vor, der sehr viel Wert auf die Figuren setzt, ein atemloses Tempo vorlegt und völlig überzeichnet sein sollte. Trotz einer zwischenzeitlichen Schreibblockade und anderer Projekte, verlor er diese Idee nie aus den Augen.

Greg Nicotero, Rodriguez’ langjähriger Mitarbeiter und Freund, erinnert sich an den verzögerten Reifeprozess des PLANET TERROR-Drehbuchs: „Als wir SPY KIDS (Spy Kids, 2001) drehten, es mag auch schon bei THE FACULTY (Faculty – Trau keinem Lehrer, 1998) gewesen sein, sagte Robert, ‘Ich habe diese coole Idee für einen Zombiefilm. Ich weiß noch nicht genau, was darin wirklich passieren wird, aber er soll von einem Arzt-Ehepaar in einem Krankenhaus handeln. Und es soll eine großartige Szene vorkommen, die ein Mädchen auf einer Straße zeigt, und jedes Mal, wenn ein Wagen sie passiert, sieht man Zombies als Silhouetten näher und näher auf sie zukommen’.“ Rodriguez gab Nicotero die ersten dreißig Seiten seines Drehbuchs, das diese Szenen bereits enthielt. „Ich habe es gelesen und fragte, ‘Wie geht es weiter?’. Und Robert antwortete: ‘Ich habe keine Ahnung’.“ „Ich bin damals nie über diese dreißig Seiten hinausgekommen“,gesteht Rodriguez, „und dann kam plötzlich auch noch diese regelrechte Zombiefilm-Welle.“ 28 DAYS LATER (28 Days Later, 2002), DAWN OF THE DEAD (Dawn of the Dead, 2004), LAND OF THE DEAD (Land of the Dead, 2005) und SHAWN OF THE DEAD (Shawn of the Dead, 2004) stürmten die Kinos und weckten mit ihrem frischen und ungewöhnlichen Ansatz den Appetit des Publikums auf fleischgierige Monster. Die Filme entmutigten Rodriguez nicht – im Gegenteil: Sie verstärkten seinen Wunsch und beflügelten seine Kreativität zu einfallsreichen Höhenflügen. In den Jarren danach lebte er jedoch ersteinmal seine kindliche Vorstellungskraft mit der SPY KIDS-Trilogie aus und widmete sich dem Mega-Hit SIN CITY (Sin City, 2005) – all diese Filme bewiesen, dass Rodriguez in der Lage ist, Fantasy- Welten zu erfinden und sie auf die Leinwand zu bannen. Anschließend floss seine ganze Kreativkraft wieder in das Drehbuch von PLANET TERROR. Er war entschlossen, es mit „Dingen zu füllen, die ich in anderen Filmen noch nicht gesehen hatte. Dabei ging es mir vorrangig um die Figuren.“

Zu den Einwohnern seiner anonymen, texanischen Kleinstadt gehören ein grillsüchtiger Ladenbesitzer, ein stoischer, argwöhnischer Sheriff, ein Go-Go-Girl mit MG-Beinprothese, eine Spritzen schleudernde Ärztin, ein mysteriöser Held auf einem Mini-Motorrad und psychotische, eineiige Babysitter-Zwillinge.

PLANET TERROR ruft mit diesen Figuren ungläubiges Staunen hervor und überrascht das Publikum immer wieder. Wie in SIN CITY (Sin City, 2005) mixen sich auch hier verschiedene Geschichten, bis sie auf schier unfassbare Art und Weise eskalieren. Obwohl sich Rodriguez zu einer frischen und radikalen Erzählweise geradezu verpflichtet fühlt, hat PLANET TERROR seine Wurzeln im klassischen Kino weit vor der Grindhouse-Ära. Die Dialoge zwischen Wray und Cherry beispielsweise wurden, wie ihre Liebesgeschichte, durch den Film Noir inspiriert. Die politische Paranoia und die Spionage-Elemente zitieren Filme wie INVASION OF THE BODY SNATCHERS (Die Dämonischen, 1978), KISS ME DEADLY (Rattennest, 1955) und andere kulturelle Überbleibsel der McCarthy-Ära.

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