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Aperture
Frédéric Eyl, Gunnar Green, Universität der Künste Berlin
Februar 2005
Innerhalb einen Jahres entwickelten Frédéric Eyl und Gunnar Green eine äußerst interessante Fassaden-Installation an der Universität der Künste Berlin im Haupstudium Sensitive Skins: Aperture.

Aperture ist ein Fassaden-System vieler kleiner, einzelner Blenden-Modulen, das sensorisch auf seine Umgebung reagiert. Das einzelne Blenden-Modul besteht aus einer Iris, Rezeptoren (LDR, ein lichtabhängiger Widerstand) und einem Auslöser - ein kleiner Servomotor, der die Iris öffnet oder schließt. Ähnlich der menschlichen Haut erfasst Aperture visuelle Informationen, ausgelöst durch Bewegungen und der Intensität des einfallenden Lichtes auf der Außenseite, nimmt diese auf und speichert sie.
Die aufgezeichneten Bewegungen können dann in verschiedenen Modi wiedergegeben werden:
Delay - Die Blenden geben die Bewegung in Echtzeit wieder; es entsteht ein sehr schöner Verzögerungseffekt
Photo - Die Einzelbilder der Bewegung bleiben für einen Moment stehen.
Lässt sich Aperture kommerziell einsetzen? Könnten große Kaufhäuser in den Fußgängerzonen weiterentwickelte Apertures zum emotionailisieren ihrer Produkte nutzen? Könnte Aperture als Leitsystem für Flughäfen und Bahnhöfe weiterentwickelt werden? Oder ist Aperture eine reine Kunst-Installation?

Vielleicht ist das auch gar nicht die Frage. Vielmehr empfehlen wir, die Seiten von Frédéric Eyl und Gunnar Green sowie die der Universität der Künste Berlin zu besuchen und beeindruckende Arbeitsergebnisse zu erforschen. Viel Spass!