In der Magie des Moments findet sich der Sinn des Lebens. Immer wieder. Jeder Tag ist voll von diesen Augenblicken. Wir müssen nur aufmerksam genug sein. Ein Hauch von Ewigkeit ist so flüchtig wie das Glück. Denn nur wer die Schönheit erkennt, kann sie in sich bewahren. Nur wer sie fühlt - sieht - hört ... Nehmen wir uns also vier Minuten Zeit und hören eine Hymne auf Augenblicke wie diese, “Darum leben wir” von Cassandra Steen.
“Wenn nicht heute, jetzt und hier wann und wo denn dann?”


Die Vorab-Single des gleichnamigen Albums präsentiert erstmals eine etwas andere Cassandra Steen. Es ist dieselbe gefühlvolle und immer leicht melancholisch wirkende Soul-Stimme, aber sie wird von einer anderen Seele erfüllt. Während Cassandra bei Glashaus in einem Bandgefüge arbeitet und mit der ihr eigenen Grandezza die Texte von Moses Pelham interpretiert, schöpft sie solo aus den Vollen. Hier zeigt sich eine erwachsene Frau in all ihren faszinierenden Facetten, offenherzig und dennoch geheimnisvoll, wahrhaft aber auch irrational, ebenso fordernd wie einnehmend.
“Wir nehmen alles mit Jeden Schmerz und alles Glück ... der Welt.”

Als Titelsong bringt “Darum leben wir” unmissverständlich zum Ausdruck, dass eine Künstlerin wie Cassandra Steen immer mehr bieten will als pure Zerstreuung, Unterhaltung oder Vergnügen. Tiefe und Anspruch sind der Mehrwert ihrer Musik. Im konkreten Fall wird der, in jeder Hinsicht gehaltvolle Gesang Cassandras von einer sehr urbanen Produktion unterstützt. Neben dem prägnanten Rhythmus sorgt das zwischen Himmel und Erde oszillierende Arrangement für ein Stück Musik, das in seiner vielschichtigen Gesamtheit dem großen Thema in nichts nachsteht.
Vier Minuten und ein Song - mehr braucht Cassandra Steen nicht, um den Rest des Tages in einem Licht erscheinen zu lassen. Ist es nicht schön, dass es heute noch solche Songs und Singles gibt? Und ist das nicht schon einer dieser magischen Momente für heute? Na also.